Baum am eisernen Faden
Kunstwerk | SkulpturEin Kunstobjekt, das einen auf den Kopf gestellten Baum darstellt, soll auf die weltweite Abholzung…
Form folgt der Natur: 8 Entwürfe übersetzen Äste, Nester und Naturphänomene direkt in Holzobjekte – lange vor dem Trend „biophiles Design".
Manche Entwürfe übersetzen Naturphänomene fast unmittelbar in Holz: ein Ast als Garderobenhaken, ein Nest als Lampenschirm, eine Schatulle, die an gewachsene Formen erinnert. 8 Entwürfe aus dem Archiv zeigen, wie unmittelbar Naturbeobachtung zu Gestaltung werden kann – nicht als Dekor, sondern als Formfindungsprinzip.
Das unterscheidet „Natürliches Design“ von Materialehrlichkeit: Dort geht es um den ehrlichen Umgang mit dem Material selbst, hier um die Inspirationsquelle der Form. Beides kann zusammenfallen, muss es aber nicht.
Naturnahe Formensprache liegt aktuell im Designdiskurs im Trend – unter dem Begriff „biophiles Design“ wird beschrieben, wie sehr Menschen von natürlichen Formen, Texturen und Farbtönen profitieren, gerade in stark verdichteten, technisierten Lebenswelten. Was hier über Jahre entstanden ist, war diesem Trend oft voraus: Junge Gestalter:innen haben sich naturnahe Formfindung angeeignet, lange bevor der Begriff dafür zum Trendwort wurde.
Die gezeigten Entwürfe bewegen sich zwischen zwei Polen: manche abstrahieren ein Naturphänomen stark (die vier Elemente als Sitzmöbel-Konzept), andere bleiben nah am Vorbild (ein Ast bleibt als Garderobenhaken erkennbar ein Ast). Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – entscheidend ist, ob die Naturform tatsächlich etwas zur Funktion oder Aussage beiträgt, statt nur Dekor zu sein.
Entwürfe, deren Form erkennbar von einem Naturphänomen abgeleitet ist – vom Ast bis zum Nest –, nicht nur die Verwendung von Holz als Material.
Nein. Materialehrlichkeit bezieht sich auf den ehrlichen Umgang mit dem Werkstoff selbst, natürliches Design auf die Inspirationsquelle der Form. Beides kann sich überschneiden.
Biophiles Design ist der aktuelle Fachbegriff für die positive Wirkung natürlicher Formen und Materialien auf Menschen – ein Trend, den diese Entwürfe oft vorweggenommen haben.
Nicht zwingend, aber die überzeugendsten Entwürfe nutzen sie nicht nur dekorativ, sondern lassen sie auch zur Funktion beitragen.
Nein, „Natürliches Design“ ist ein inhaltliches Thema, keine eigene Bewertungskategorie der Jury.
Vom Ast als Garderobenhaken bis zum Nest als Lampe – alle naturnahen Entwürfe im Überblick: