Preisträger bei »Holz bewegt«: was seit 2009 ausgezeichnet wurde

Auf einen Blick

Seit 2009 vergibt die Jury von »Holz bewegt« alle zwei Jahre Preise an Nachwuchs bis 35 aus dem Norden – an Azubis, Meisterschüler:innen, Studierende und ganze Schulklassen. Hier steht, was die ausgezeichneten Stücke gemeinsam haben, warum ein Gesellenstück dabei ganz vorn landen kann und wo du sie anfassen darfst.

Die dickste Lackschicht gewinnt hier nichts. Die Jury schaut, ob die Idee trägt, ob die Umsetzung hält, was sie verspricht, und ob Material und Konstruktion zusammenpassen. Dafür guckt sie auch mal unter die Platte.

Was dabei herauskommt, ist erstaunlich verschieden. Jocker ist ein Sitzmöbel, das sich zusammenklappen lässt, ganz ohne Beschläge (Innovationspreis 2017). Light Lift ist eine schlichte Tischleuchte, die ihre Macher zwischen zwei Lockdowns entwickelt und 26-mal gebaut haben (Innovationspreis 2021). Und die Dalben-Bank besteht komplett aus Recyclingmaterial – Umweltpreis 2011, lange bevor Kreislaufwirtschaft auf jedem Messestand stand.

Häufige Fragen

Wie oft findet »Holz bewegt« statt?

Alle zwei Jahre, seit 2009. Die Preise werden zur Ausstellung im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek vergeben.

Wer kann bei »Holz bewegt« einen Preis gewinnen?

Junge Leute bis 35 Jahre aus Norddeutschland, also aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Mitmachen können Azubis, Gesell:innen, Meisterschüler:innen, Fachschüler:innen und Studierende, aber auch Schulklassen und sogar Kita-Gruppen mit einem gemeinsamen Projekt.

Welche Preise gibt es?

Die Jury vergibt Preise für Design, Produktqualität, Innovation und nachhaltiges Design (bis 2023 Umweltpreis), dazu Sonderpreise, zum Beispiel zum Motto des Jahrgangs oder für Furnierarbeiten. Den Publikumspreis vergeben die Besucher:innen der Ausstellung.

Hat ein Gesellenstück eine Chance gegen Meisterstücke?

Ja. Der Schreibtisch desk (2017) und das gedrechselte Teeservice (2025) haben als Gesellenstücke den Designpreis gewonnen. Bewertet wird das Stück, nicht der Abschluss.

Worauf achtet die Jury?

Auf die Idee, die handwerkliche Umsetzung und das Zusammenspiel von Material, Konstruktion und Nutzen. Bei den Sonderpreisen zählt zusätzlich, wie überzeugend sich ein Entwurf mit dem Motto auseinandersetzt.

Wann und wo kann ich die Preisträger sehen?

Alle zwei Jahre seit 2009 in der Ausstellung im Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, Hamburg-Barmbek. Sie beginnt meist im Mai und läuft sechs bis acht Wochen. Anfassen und Probesitzen sind ausdrücklich erwünscht. Dazwischen gibt es alle Stücke hier im Archiv.

Kann man die Stücke kaufen?

Manche ja. Einige Teilnehmende verkaufen ihr Stück gern, und junge Selbstständige nutzen die Ausstellung auch, um ihre Arbeit zu zeigen. Frag in der Ausstellung nach oder schreib uns über das Kontaktformular – wir stellen den Kontakt her.

Alle Ausgezeichneten seit 2009 – und wo du sie anfassen darfst

Alle zwei Jahre kommen neue dazu. Darunter findest du jedes prämierte Stück mit Jahrgang und Preis – ein Klick, und du weißt, wer es gebaut hat, wo gelernt wurde und was dahintersteckt.

In echt stehen die Stücke eines Jahrgangs in der Ausstellung im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek. Und die ist ausdrücklich zum Anfassen: probesitzen, aufklappen, Schubladen ziehen, draufklopfen. Unlackiertes Holz riecht, fühlt sich nach etwas an und klingt, wenn man anklopft. Das zeigt kein Foto. Fotos sind gut. Draufsetzen ist besser.

53 Entwürfe aus Preisträger