Formverleimung: Wenn Holz Kurven trägt

Auf einen Blick

Schichtweise gepresst, dauerhaft gekrümmt: 17 Entwürfe zeigen, wie Formverleimung Holz in Kurven bringt – von der Sideboard-Front bis zum Fahrradrahmen.

Formverleimung entsteht, wenn dünne Holzlagen oder Furniere schichtweise mit Leim in eine Form gepresst werden – meist unter Druck in einer Negativform oder Presse. Beim Aushärten behält das Bauteil die gewünschte Kurve dauerhaft bei, ohne dass Spannungen zurückbleiben, die das Holz später wieder zurückverformen. 17 Entwürfe aus dem Archiv nutzen diese Technik – von geschwungenen Sideboard-Fronten bis zu kompletten Fahrradrahmen aus Holz.

Häufige Fragen

Was ist Formverleimung genau?

Mehrere dünne Holzlagen oder Furniere werden mit Leim in eine Form gepresst und härten dort in der gewünschten Kurve aus.

Was ist der Unterschied zu Bugholz?

Bugholz biegt massives Holz mit Dampf, Formverleimung verleimt mehrere dünne Schichten gleichzeitig in einer Form – meist stabiler und mit engeren Radien möglich.

Braucht man dafür spezielle Pressen?

Ja, meist eine Negativform und eine Presse, die gleichmäßigen Druck über die gesamte Fläche aufbringt – von einfachen Vakuumpressen bis zu industriellen Anlagen.

Warum eignet sich die Technik für Fahrradrahmen?

Weil formverleimte Bauteile die Belastung auf viele verleimte Schichten verteilen und dadurch strukturell stabiler sind als ein einzelnes gebogenes Massivholzteil.

Ist Formverleimung eine moderne oder eine traditionelle Technik?

Beides: Das Prinzip ist über 100 Jahre alt, wurde aber vor allem im 20. Jahrhundert für Möbel populär und wird heute mit einfacheren Mitteln auch in der Ausbildung genutzt.

Von der sanften Rundung bis zum tragenden Fahrradrahmen – alle formverleimten Entwürfe im Überblick:

17 Entwürfe aus Formverleimung