Skulpturales: Wenn Möbel zum Kunstobjekt wird

Auf einen Blick

Wenn Funktion zweitrangig wird: 26 Entwürfe zeigen Möbel und Objekte, die vor allem als Skulptur wirken sollen.

Manche Entwürfe lassen sich nicht eindeutig einordnen: kein klassischer Tisch, kein klassischer Stuhl, sondern ein Objekt, das in erster Linie durch seine Form wirkt. 26 Entwürfe aus dem Archiv bewegen sich in diesem Zwischenraum – vom skulpturalen Sitzobjekt bis zur reinen Holzskulptur ohne Gebrauchsfunktion.

Dieser Grenzbereich zwischen Möbel und Skulptur hat in der Gestaltung Tradition: Schon früh haben Gestalter:innen Möbelstücke bewusst als Ausdrucksform genutzt, nicht nur als Gebrauchsgegenstand. Bei »Holz bewegt« zeigt sich das besonders deutlich bei jungen Gestalter:innen, die sich noch nicht auf ein enges Funktionsverständnis festlegen (müssen).

Häufige Fragen

Was zählt bei »Holz bewegt« als „Skulpturales"?

Entwürfe, bei denen die Form im Vordergrund steht und die klassische Gebrauchsfunktion zweitrangig oder gar nicht vorhanden ist.

Ist so etwas noch ein Möbel?

Nicht immer im klassischen Sinn – manche Arbeiten sind bewusst reine Objekte oder Skulpturen aus Holz, andere kombinieren Skulptur mit einer Restfunktion (z. B. als Sitzmöbel).

Warum entstehen solche Arbeiten oft in der Ausbildung?

Weil dort mehr Raum für gestalterisches Experiment besteht, bevor Serientauglichkeit oder Verkaufsfähigkeit eine Rolle spielen.

Was ist der Unterschied zu Holzspielzeug-Design?

Es gibt Überschneidungen, da viel Spielzeug selbst skulptural ist. Der Fokus hier liegt aber auf der Objekt-/Kunstperspektive, nicht auf dem Spielwert.

Werden solche Arbeiten in der Jury anders bewertet?

Die Bewertungskriterien sind dieselben wie bei allen Entwürfen – handwerkliche Qualität, Gestaltung, eigenständige Idee.

Von der reinen Skulptur bis zum skulpturalen Sitzobjekt – hier die ganze Bandbreite:

26 Skulpturales