Anmeldung 2018

Der Wettbewerb

richtet sich an den Holz verarbeitenden Nachwuchs in Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein. Wir wollen mit dieser Initiative den gestalterisch-konzeptionellen Ansatz im Bereich von Aus- und Weiterbildung fördern. Die dem Wettbewerb innewohnenden Gedanken sollen die Teilnehmer dazu bewegen, „Gestalt und Nutzen“ wieder stärker miteinander zu verbinden.

Beispielhaft seien folgende Hinweise gegeben:

  • Ressourcenschonende Konstruktionen und Herstellungsweisen
  • Holz steht als Hauptwerkstoff (Furnier, Vollholz u.a.) eindeutig im Vordergrund, obwohl auch andere Werkstoffe zugelassen sind. Dabei sind die individuellen Erscheinungsbilder – z.B. Farbe, Maserung – sowie andere Eigenschaften der geplanten Hölzer besonders zu beachten.
  • Die Möglichkeit einer „beweglichen“ Nutzung im Raum, um unterschiedlichen bzw. sich wandelnden Bedürfnissen entsprechen zu können.
  • Das Besondere eines handwerklichen Produkts herauszustellen.
  • Eine begründete Abstimmung von Produktidee und Detailgestalt, z.B. in welcher Weise wir durch Gestalt, Farbgebung und Werkstoffwahl angeregt werden, den Gegenstand zu benutzen.

Die Teilnehmer müssen die genannten Hinweise nicht gänzlich erfüllen, eigene Schwerpunktsetzungen von «Holz bewegt» und weitergehende Interpretationen sind möglich. Der Gegenstandsbereich der einzureichenden Entwürfe ist relativ weitgefasst, um die breite Palette der Holzverwendung in einer Ausstellung zu dokumentieren, z.B. Raumteile, Möbel (auch für den Außenbereich), Möbelteile, Interieur sowie Gegenstände des täglichen Gebrauchs.

Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Holzanwendungen, zum Beispiel auch Fassaden oder Holzbauten. Es ist auch möglich, sich mit Modellen zu bewerben.

Schwerpunkt-Thema „Sinn und Sinne“

Es wirkt sich sehr positiv für die gesamte Ausstellung aus, wenn die Exponate dazu anregen, dass man sich als Besucher „betätigen“ kann. Beispiele dafür: Der Kicker von Max Bathow, das Geschicklichkeitsspiel vom Werkhaus Münzviertel, das Niebüller „Rolladenspiel“, die Murmelbahn von Amelie Wolf, das Kinderkarussell unserer Braunschweiger Freunde u.a.. Wir möchten dazu anregen in dieser oder ähnlicher Richtung weiter zu denken.

Es liegt uns am Herzen, den Gedanken der Nachhaltigkeit (Sinn!) weiter voran zu treiben und das durch praktische Beispiele zu untermauern, insbesondere, was die verwendeten Materialien betrifft. In diesem Zusammenhang sollte auch mal bedacht werden, ob die Oberfläche des schönsten Werkstoffes auf der Erde wirklich zu beschichten ist oder ob sie nicht einfach roh gelassen werden kann. Denn dann könnte das Holz auch wirklich die Eigenschaften entfalten, die unsere Sinne umfassend ansprechen, z.B. die besonderen Holzgerüche oder die Unterschiede beim Befühlen des Materials. Deshalb haben wir unseren hölzernen Wettbewerbsflyer auch roh gelassen und die beiden Furniere mit Knochenleim ( Warmleim ) verleimt.

Bei der Konstruktion der Stücke empfehlen wir nach einfachen Lösungen zu suchen, die den Aufwand in überschaubaren Grenzen halten – natürlich in Abhängigkeit von der beabsichtigten Gestalt.

Bei den Exponaten handelt es sich um handwerkliche Entwürfe. Hier ist es ratsam noch mal zu überdenken, was denn das Wesentliche von handwerklicher „Holzkultur“ und der dazugehörigen Handwerksarbeit sein kann. Deshalb raten wir, dass man sich eingehend mit dem Nutzen des Entwurfs auseinandersetzt ( Sinnfrage! ). Der Sinn kann durchaus auch symbolischer Art sein, z.B. bei Skulpturen oder bei Gebrauchsgegenständen, die einen besonderen intentionalen Charakter aufweisen.
Tipp: Auf unserer Website sind alle Exponate seit 2009 dokumentiert. Sie bietet die Möglichkeit sich von verschiedenen Stücken in Sachen „Sinn und Sinne“ inspirieren zu lassen.

Also: Wer sich die bisherigen Kriterien als Orientierungspunkt wählt bzw. seine Bewerbung schon abgegeben hat, wird in keiner Weise benachteiligt. Aber wir bitten alle, unser diesjähriges Schwerpunktthema aufzugreifen.

Die bisherigen fünf Wettbewerbspreise bleiben weiter bestehen ( Wettbewerb 2013 / Wettbewerb 2015 / Wettbewerb 2017).

Die Preise

( je 1.000 Euro ) werden kurz vor Ausstellungsbeginn von der Jury bestimmt:

Sonderpreise

  • Preis zum Schwerpunktthema „Sinn und Sinne“
  • Preis für innovative Furnieranwendung (IFN Initiative Furnier und Natur)

Die Preise werden zur Ausstellungseröffnung überreicht, zum Teil durch die Sponsoren selbst. Daneben erhalten alle Ausstellerinnen und Aussteller je fünf Kataloge.

Holzbearbeitungen

im Sinne von gestaltender Arbeit haben in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Schauen wir in die Baugeschichte, so ist an vielen Gegenständen und Orten dokumentiert, wie Holz verarbeitende Gewerke unsere gesamte Kultur entscheidend mit geprägt haben.

Aber gibt es heute überhaupt noch eine Chance, im Handwerk gestalterisch und kulturbildend tätig zu sein?
Wir denken, dass das Holzhandwerk gerade dazu berufen ist, in diesem Sinne aktiv zu werden und vor dem Hintergrund unseres reichen kulturellen Erbes sich u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen sollte:

  • nachhaltige Konzepte zu entwickeln
  • potentielle Nutzer bzw. Käufer zu beraten
  • der Poesie des Materials und der Gegenstände mehr Ausdruck zu verleihen
  • das Potential des Holzes auszuschöpfen bzw. zu erweitern
Veranstaltet

werden Wettbewerb und Ausstellung von der Initiativgruppe «Holz bewegt» sowie einer Kooperation aus Gewerbeschule Gsechs, dem Museum der Arbeit – Stiftung Historische Museen Hamburg, dem Fachverband Tischler Nord und der Handwerkskammer Hamburg.
Mit dem 6. Wettbewerb freuen wir uns auf ein weiterhin konstruktives Miteinander.

Die zweimonatige Ausstellung wird voraussichtlich von 13. März bis 13. Mai 2019 im Museum der Arbeit stattfinden. Vor Ausstellungsbeginn vergibt die Jury Wettbewerbspreise in verschiedenen Kategorien.
Neben der Ausstellung der Exponate wollen wir den Besuchern eine „lebendige Werkstatt“ vorstellen, zum Beispiel verschiedene historische und moderne Arten der Holzbearbeitung.

Während der Ausstellungszeit finden begleitende Vorträge statt, um die Zukunftsthemen »Holz«, »Design« und »Nachhaltigkeit« in der Öffentlichkeit zu verankern.

Teilnehmen

können folgende Personen bzw. Personengruppen:
Auszubildende, Gesellinnen, Gesellen, Meisterinnen und Meister von holzverarbeitenden Gewerken, die bei der Anmeldung nicht älter als 35 Jahre sind. Angesprochen sind auch Studierende.

Es ist auch möglich, Gruppenentwürfe einzureichen, z.B. Projekte von Berufs-, Fach- und Hochschulen. Zugelassen werden zudem Entwürfe, die bereits realisiert sind und nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Eingereicht

werden bemaßte zeichnerische Darstellungen auf bis zu zwei DIN-A4 Seiten sowie eine DIN-A4 Seite, auf der das Konzept des Entwurfs in Bezug zu «Holz bewegt» schriftlich zu erläutern ist.

Zusätzlich können max. drei Farbfotos (20×30 cm) eingereicht werden, z.B. von Modellen, um die geplanten Details oder Funktionen veranschaulichen zu können. Darüber hinaus ist es möglich Materialproben bis zur DIN-A4 Größe beizulegen.

Von der realen Größe der Stücke her werden keine Vorgaben gemacht, aber das Prinzip »Weniger ist mehr« ist auch hier zu beherzigen, denn es gilt, die Fertigungszeit in einem überschaubaren Rahmen zu halten, damit die Gegenstände dann auch termingerecht gebaut werden können.

Die Teilnehmer können sich mit maximal zwei Entwürfen bewerben, die von der Jury gesondert geprüft werden.

Das Bewerbungsformular ausfüllen und an die unten vermerkte Adresse senden.
Wichtig: Bewerbungen ohne Angabe einer Telefonnummer UND einer Email-Adresse (von allen Gruppenmitgliedern!) werden nicht akzeptiert!

Die Bewerbungen für den Wettbewerb sind bis spätestens 07.09.2018 (Poststempel) an folgende Adresse zu richten:

Gsechs

Wettbewerb «Holz bewegt»
Richardstraße 1
22081 Hamburg

040-42 88 600
01577-83 20 586
anmeldung@holzbewegt.info

«Holz bewegt» auf Facebook

Eine Jury aus anerkannten Möbel- und Design-Fachleuten prüft die Entwürfe vor dem Hintergrund der Wettbewerbskriterien.
Mitglieder der Jury:

  • Ruth Gehler ( MA, Architektur )
  • Prof. Dr. Rita Müller ( Museum der Arbeit )
  • Tischlermeister Diedrich Bock
  • Jan-Erik Gerdt ( Architekt und Innenarchitekt )
  • Andreas Rönnau ( Handwerkskammer Hamburg )
  • Tischlermeister Christian Seiler

Bis Ende September 2018 erhalten die Bewerberinnen und Bewerber Bescheid, ob sie mit dem eingereichten Exponat in die Ausstellung kommen. Mit der Anmeldung der Teilnehmer gelten die Wettbewerbsbedingungen als anerkannt.

Weitere Abläufe

Es wird ein Gruppentreffen abgehalten, um die weiteren Schritte und Termine von Mensch zu Mensch zu erläutern und um ein Gruppenfoto zu machen, das im Katalog abgebildet wird. Der Termin wird Anfang Dezember im Museum sein. Der genaue Termin wird demnächst bekannt gegeben.

Fototermin für den Katalog: Voraussichtlich Ende Januar 2019 in der Gsechs. Der genaue Termin erscheint demnächst hier auf unserer Website.

Ausgestellt

werden, je nach Größe der Stücke, ca. 40 bis 50 Objekte. Die Veranstalter erwarten bei der Realisierung eine einwandfreie fachliche Ausführung.

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog mit farbigen Abbildungen, ein DIN-A1 Plakat und ein Flyer. Um ein ausreichendes Zeitvolumen für die Erstellung des Ausstellungskatalogs zu haben, müssen die Stücke rechtzeitig vor Ausstellungsbeginn im Frühjahr 2019 angeliefert werden. Der genaue Termin der Anlieferung wird im Herbst 2018 benannt.

Die Rechte am Entwurf bleiben uneingeschränkt bei den Teilnehmern.
Mit Ihrer Anmeldung erklären sich die Teilnehmer damit einverstanden, dass Fotos von den Exponaten zu Ausstellungs- und Informationszwecken veröffentlicht werden. Für die Verweildauer im Museum sind die eingereichten Objekte durch die Veranstalter versichert.

Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude am Entwerfen und ein gutes Gelingen!

4 Kommentare zu “Anmeldung 2018
  1. Holger Sager sagt:

    Moin moin, würde gerne eueren Newsletter abonnieren.
    Holz bewegt doch jeden der mit Holz arbeitet.

    Beste Grüße aus Oldenburg

    H. Sager

    • Moin Herr Sager,

      vielen Dank für Dein bewegtes Interesse an unserem Newsletter! Ich habe Dich bereits zum Newsletter angemeldet.
      Für alle anderen, die nach der Möglichkeit suchen: Man kann sich hier für den Newsletter registrieren.

      VG
      Jens

  2. Guten Tag, ich möchte Ihren Newsletter erhalten. Danke dafür und freundliche Grüße – J. Kruse

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